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Tag 63 (02.08.2022): Von Balingen nach Freiburg im Breisgau

Tageskilometer: 104,50 Km

Tageshöhenmeter: 1.396 Hm

Gesamtkilometer: 4.046,12 Km

Gesamthöhenmeter: 28.294 Hm

Gesamtkilometer Schiff: 101,25 Km

 

🥳👍😀 H U R R A - Ich habe 4.000 Kilometer geschafft! 🎊🎉🚴

 

Heute habe ich die 4.000er-Marke hinter mir gelassen. Da feiere ich doch glatt mit meinen treuen Trinkflaschen, ohne die das nicht möglich gewesen wäre. Mit von der Partie sind natürlich Toni, Tonia und der Glücksbringer meiner Frau. Das Glücksherz ist verhindert, weil es mit dem Fahrrad und den Schlüsseln beim Fahrradhändler zur dringend notwendigen Wartung ist.

 

Vom Hotel Pfeffermühle bin ich enttäuscht abgereist. Empfangen wurde ich von einem älteren Herrn in zerschlissenen Klamotten. Das Hotel hat 70er Jahre-Charme mit einer Ausstattung in Eiche brutal - äh rustikal. Im Zimmer herrscht eine Bullen-Hitze. Das Restaurant ist geschlossen. Geleitet wird das Hotel von Familie Li, die wohl aus China stammt. Sie sind freundlich. Ansonsten gibt's darüber nichts weiter zu sagen.

 

Nachdem das Restaurant geschlossen war, gehe ich am Abend in ein mexikanisches Restaurant namens Schmex. Das Essen war ganz ordentlich.

Als ich heute morgen aufwache, fühle ich mich nicht gut. Wegen der Hitze im Zimmer habe ich schlecht geschlafen und auch so fühle ich mich unwohl und appetitlos. Aber ich zwinge mich, etwas zu essen. Schließlich will ich ja heute die 104 Kilometer Wegstrecke mit knapp 1.400 Höhenmetern bewältigen.

 

Es ist angenehm kühl am Morgen als ich losfahre. Es geht weiterhin bergauf und bergab. Teilweise sind heftige Steigungen dabei. Die Schwäbische Alb zeigt sich weiter von ihrer malerischen Seite. Die Strecke teilt sich in Fahrradwege, wenig befahrene Straßen und Wald- und Feldwege.

 

Ich durchfahre Schömberg und Rottweil. Rottweiler sind - Gott sei Dank - nicht zu sehen. Dann geht es nach Königsfeld. Ab da beginnt der Schwarzwald. Die Landschaft ist malerisch und strahlt Ruhe aus. Ich durchfahre kleinere Ortschaften und Weiler. Die Leute schauen weiterhin als käme ich aus einer anderen Welt. Gegrüßt wird auch nicht, obwohl ich es immer wieder freundlich versuuche. Der kleine Bayer meint "Dann solln's uns halt gernhabn, diese Grantler und Zwiderwurzen!".


Ich passiere St. Georgen, und habe bis dahin schon einige Höhenmeter hinter mir. Der längste Anstieg geht über mehr als 7 Kilometer. Es geht teilweise mit bis zu 18% Steigung bergauf. Später geht es auf einem Waldweg aber auch bis zu 18% bergab. Da das Gespann ordentlich schiebt und ich auf diesem losen Schotter nicht schnell fahren kann, ist Bremsen angesagt. Obwohl ich versuche, die Bremsen so dosiert wie möglich einzusetzen, mache ich zweimal Pause, um die Bremsen wieder abzukühlen.

 

Das heftige Bergauf und Bergab strengt mich an, zumal mir mein Rücken wehtut. Die Temperaturen steigen auch wieder über 33o C, was es nicht leichter macht.

 

Danach wird es endlich flacher und ich rolle die letzen 30 Kilometer in Richtung Freibug im Breisgau.


Dort komme ich dann an meiner Unterkunft dem Motel One an. Damit man gleich weiß, wo man sich befindet, hängt eine reichhaltige Sammlung an Kuckucksuhren an der Wand im Foyer. Die freundliche Dame am Empfang checkt mich ein.

 

Den Anhänger kopple ich ab und bringe diesen in die Tiefgarage auf den Bikeabstellplatz. Das Fahrrad darf ich in der Lobby stehen lassen.

Denn nach dem Duschen fahre ich das Fahrrad sofort zum Fahrradhändler extratour. Dort hatte ich ja mein Fahrrad vor 14 Tagen zur Wartung angemeldet, und der ist jetzt auch dringend nötig. Die Zähne der Kassette sind zerschlissen, die Kette wahrscheinlich gelängt und die Bremsbeläge sind auch auf ein Minimum runtergefahren.

 

Die Leute bei extratour sind super-freundlich und erklären, dass alles erledigt wird. Ich lege ihnen ein paar Flyer hin, und stecke ihnen 50 Euro in ihre Box, nachdem sie mich ja auch noch reingeschoben haben, obwohl sie eigentlich bis in den September hinein ausgebucht sind. Morgen um 17:00 Uhr kann ich das Fahrrad dann schon wieder abholen. Auf dem Rückweg zum Hotel gehe ich nach 9 Wochen endlich zum Friseur. Es ist eine Wohltat, dass meine Haare bei diesen Temperaturen wieder kurz sind.

 

Heue Abend kann ich dann am monatlichen Biersommelier-Stammtisch teilnehmen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

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