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16.09.2022 - Fahrrad und Anhänger für den Rücktransport verpacken und eine schöne Zeit in Tarifa

 

Um 21:30 Uhr kam meine Frau im Hotel an. Endlich sahen wir uns nach so langer Zeit wieder. Wir essen gemeinsam im Hotel-Restaurant und stoßen auf den Erfolg meiner Tour an. Ich kann es noch nicht realisieren, dass ich tatsächlich vom nördlichesten zum südlichsten Festlandspunkt Europas gefahren bin.

 

Die Pflicht kommt bekanntlich vor dem Vergnügen. So ist heute nach dem Frühstück das Verpacken des Fahrrads und des Anhängers angesagt. Beides wird am Montag von einer Spedition abgeholt und zurück nach München transportiert. Nachdem die Zusage der Spedition, beides zu verpacken, nicht eingehalten wurde, müssen meine Frau und ich das selbst erledigen. Dafür verfluche ich die Spedition! Der sehr freundliche und hilfsbereite Fahrradhändler vom eBike Spain-Store um die Ecke öffnet mir ein paar Schrauben, die so festsitzen, dass ich sie mit meinem Werkzeug nicht öffnen kann. Mit einem Fahrradkarton kann er mir leider nicht behilflich sein, weil er diese tatsächlich wieder zum Fahrradhersteller zurückschickt, nachdem er die gelieferten Fahrräder entnommen hat. Dann werden sie beim Fahrradhersteller neu befüllt. Das ist eine tolle Idee, dass die Kartons so immer wieder verwendet werden. Mir hilft das leider garnicht, also heißt es selbst verpacken, was nicht gerade eine tolle Arbeit ist. Aus Umzugskartons, Luftpolsterfolie und Paketklebeband bauen wir jeweils eine Verpackung für Fahrrad und Anhänger. Ich bin mal gespannt, wie die beiden Teile in München ankommen werden.


Nach der Varpackungsaktion machen wir uns auf an den Punkt, an dem ich gestern schon war, dem Tor, das den Weg zur Isla de Tarifa versperrt. Von der atlantischen Seite, an der auch unser Hotel liegt, sieht man die Insel vom Strand aus schon aus weiter Entfernung. Wir haben uns nochmals genau erkundigt, ob es keinen Weg auf die Insel gibt. Die freundliche Dame an der Rezeption erklärt uns, dass es militärisches Sperrgebiet ist, und es keinen Weg gibt, die Insel bis zum südlichsten Punkt zu betreten. Auch andere Gebiete hier an der Küste entlang dürfen und können nicht betreten werden. Die spanische Marine kontrolliert die Straße von Gibraltar sehr engmaschig. Morgen haben wir aber vielleicht doch noch eine Gelegenheit, den südlichsten Punkt zu sehen. Dann gibt es hier Bilder und Informationen drüber. Als gerne morgen hier nochmal vorbeischauen!

 

Fahrräder und Anhänger verpacken macht bekanntlich hungrig. Daher machen wir erstmal einen Zwischenstop im Restaurant "El Chiringuito". Dort gibt es hervorragende spanische Speisen. Ich genehmige mir eine fangfrische Goldbrasse, die auf dem Grill zubereitet wird - fantastisch!


Langsam, aber sicher nähern wir uns über die lange Straße, die das Mittelmeer auf der linken vom Atlantik auf der rechten Seite trennt, dem berühmten Tor, ab dem es eben nicht mehr weiter geht. Dort finden sich immer irgendwelche Leute, die wollen, dass man ein Foto von ihnen schießt, und das auch gerne im Gegenzug machen.

Stand am Antlantik.
Stand am Antlantik.
Strand am Mittelmeer.
Strand am Mittelmeer.
Hafen von Tarifa.
Hafen von Tarifa.
Fähre auf dem Weg nach Marokko.
Fähre auf dem Weg nach Marokko.

In Tarif herrschen zwei Winde vor, der Westwind Poniente und der Ostwind Levante.

 

Der Westwind Poniente ist der optimale Wind zu Kitesurfen in Tarifa. Der etwas kühlere Wind aus dem Westen liefert meistens zwischen 2 und 5 windstärken. Der Poniente ist der vorherrschende Wind in Tarifa, meistens bringt er weiter draußen eine kleine Dünungswelle mit sich. Ihm verdankt Tarifa seine angenehmen Temperaturen im Hochsommer.

 

Der Ostwind Levante ist der Wind aus dem Osten. Er baut sich einige Tage lang auf und kann dann bis zu 8 Windstärken erreichen. Der sehr starke Ostwind Levante ist in Tarifa seltener anzutreffen und normalerweise übersteigt er 6 bis 7 Windstärken kaum. Juni und Juli sind die Monate, in denen er am häufigsten bläst. Der Levante ist ein warmer Wind, da er seinen Ursprung in Afrika hat. Er wird von Windsorfern eher bevorzugt als von denKitesurfern, da er schräg ablandig weht und von den Kitesurfern relativ hohes Können verlangt. Die Spanier behaupten, der Levante mache die Leute verrückt. Ähnlich dem warmen Fön am Alpenrand bei uns daheim, der bei vielen Kopfschmerzen verursacht, leiden hier besonders ältere Einheimische unter dem Levante.

 

Die Sträne auf der Atlantikseite sind weit und lang, das Meer ist unruhig. Die Strände auf der Mittelmeer-Seite sind klein und gut besucht, weil das Wasser ruhiger ist.

 

Im Hafenvon Tarifa gibt es eine Markthalle, in der täglich fangfrischer Fisch verkauft wird. Außerdem verkehren hier die Fähren nach und von Tanger in Marokko. Die Fähren verkehren in relativ kurzen Takten und werden bei der Ausfahrt aus dem Hafen immer von einem Patroullienboot begleitet.


Für unseren Aufenthalt in Tarifa habe ich für uns das Hotel Tarifa Lances gebucht. Wie alle Gebäude in der Umgebung ist auch dieses sehr schöne Haus baulich stark von maurischen Einflüssen geprägt. Im gesamten Haus ist afrikanische Kunst installiert. Alles ist sehr großzgügig, harmonisch und geschmackvoll aufeinander abgestimmt. Der Service im Hotel ist hervorragend. Uns wurde sogar geholfen, das verpacke Fahrrad und den Anhänger in einen Raum zu stellen, wo es bis zur Abholung am Montag sicher stehen kann.

 

Der Außenbereich mit einem schönen großen Pool ist wunderschön mit tropischen Pflanzen angelegt. Hier kann man sichwirklich wohlfühlen.

 

Von unserem Zimmer aus haben wir einen schönen Blick auf weitere Ferienresorts und dahinter den Atlantischen Ozean.

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Kommentare: 4
  • #1

    Janine & co (Samstag, 17 September 2022 23:13)

    Toll, dass ihr das Fahrrad U Anhänger gut verpacken konntet. Wir hoffen auch auf eine gesunde Heimkehr der beiden Teile. Geniesst die übrigen Stunden im Sonnenschein..hier haben wir Windstärke 7 und Regen und 11 Grad...ganz gruselig. Lg

  • #2

    Wolfi (Sonntag, 18 September 2022 08:36)

    Servus ihr Drei,
    ja, heute geht's heim. Lasst uns dann bald mal gemeinsam (Video)-telefonieren.
    Liebe Grüße

  • #3

    Harry (Sonntag, 18 September 2022 18:09)

    Hoffentlich ist der Spediteur gut versichert, wenn’s schon bei der Verpackung scheitert.
    Bei dem deutschen Regenwetter hab ich mir deine Bilderserie gegönnt und konnte viele Bilder über deinen Blog nachvollziehen, als fleißiger Frühstücksleser. Dein Blog geht mir schon ab und war erfreut, dass es weiter geht. Du hast ein gutes Auge, um tolle Momente und Landschaften festzuhalten. Hoffentlich haben wir noch sonnige Tage in München, um gemeinsam die ein oder andere Mass zu genießen. „Liebe ist“ wenn die Frau nach Tarifa kommt �. Liebe Grüße an Susanne …. genießt die Zeit in Tarifa und kommt gut in München an.

  • #4

    Wolfi (Sonntag, 18 September 2022 21:40)

    Servus Harald,
    vielen Dank für deine Glückwünsche und lieben Worte! Genießt euren Urlaub am Gardasee. Danach findet sich bestimmt Zeit für ein gemeinsames Treffen.
    Liebe Grüße