Tag 37 (21.06.2023): Sightseeing in Leipzig

Tageskilometer: 0,00 Km

Gesamtkilometer: 7.203,20 Km

Durchschnittsgeschwindigkeit: 0 Km/Std.

Tageskilometer Schiff: 0,00 Km

Gesamtkilometer Schiff: 913,06 Km

Reisezeit: 0:00 Stunden

Gesamtreisezeit: 154:56 Stunden

 

In Leizpig habe ich mir das Hotel Best Western City Center ausgewählt. Das Hotel liegt auf der Westseite des Hauptbahnhofs und somit sehr zentral. Bis heute habe ich alle meine Touren in der Stadt zu Fuss unternommen. Im Moment werden die Häuser links und rechts renoviert. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit. Meinem Wunsch nach einem Wäscheservice ist man gerne nachgekommen. Das Zimmer ist großzügig und sehr schön eingerichtet. Auf da Frühstück verzichte ich. Ich kaufe mir lieber unterwegs einen Kaffee und. wenn ich Lust habe, ein kleineś Gebäckstück. Parken muss ich im Parkhaus auf der anderen Straßenseite, aber das ist O.K. für mich.

Der Eingang zu Cliff's Brauwerk - kaum zu erkennen.
Der Eingang zu Cliff's Brauwerk - kaum zu erkennen.
Gemütliches Kellergewölbe.
Gemütliches Kellergewölbe.
Pilsner Malz aus Bamberg.
Pilsner Malz aus Bamberg.

Gestern Abend habe ich noch einen Spaziergang unternommen. Ichhabe Cliff's Brauwerk einen Besuch abgestattet. Das ist eine Microbrauerei, die verschiedenen feinste Biere herstellt. Ich setzte mich an einen Tisch, der ab 20:00 Uhr reserviert ist. Dann kommen Ronny und Tim aus Berlin. Sie meinen, ich soll ruhig sitzen bleiben. DFie beiden sind in Leipzig, weil sich Ronny und seine Frau eine Eigentumswohnung in Leipzig gekauft haben. Ronny und Tim renovieren diese gerade. Wir haben eine schöne angeregte Unterhaltung miteinander und irgendwann brechen die beiden auf. Morgen geht's wieder an's Renovieren.

 

Im Cliff's gibts auf jedem Tisch als Snack ein Glas mit Pilsner Malz zum Knabbern. Essen gibt es nicht, aber jeder darf jsein Essen mitbringen. Einige Leute kommen auch mit Pizzaschachteln oder mit Asiaboxen herein. Es ist voll. Die Bewohner der Umgebung kommen mit Rucksäcken oder Sixpacks, um ihr Leergut zurückzubringen und frisches Bier zu holen. Ich probiere ein paar Sorten und muss sagen "Die waren alle hervorragend und nicht so extrem stark vom Alkoholgehalt.". Cliff's Brauwerk ist eine klare Empfehlung für einen schönen Abend.

Altes Rathaus am Marktplatz.
Altes Rathaus am Marktplatz.
Neues Rathaus in der Nähe des Wilhelm-Leuschner-Platzes.
Neues Rathaus in der Nähe des Wilhelm-Leuschner-Platzes.

Die Temperaturen sind angenehm am Morgen. So marschiere ich los, denn heute gibt's noch einiges zu bewundern.

 

Da wären mal die beiden Rathäuser Leipzigs. Das Alte Rathaus ist so schön wie das neue. Das Alte Rathaus, ein Renaissancegebäude, liegt am Markt, der gestern ganztägig mit dem Wochenmarkt belegt war. Es gab alles, was es auf einem Wochenmarkt eben so gibt, nämlich, Wurst- und Fleischwaren, Käse, Gemüse, Backwaren, Fisch, Blumen und noch vieles mehr. Der Markt ist der Mittelpunkt der Stadt.

 

Von alten zum Neuen Rathaus sind es zu Fuss ungefähr 10 Minuten.

 

Das Neue Rathaus liegt unweit des Wilhelm-Leuschner-Platzes. Es ist der größte Profanbau, als ein Gebäude für weltliche Zwecke, dieser Art auf der Welt. Es ist für mich wunderschön anzusehen und von seinen Ausmaßen her beeindruckend.

Das Völkerschlachtdenkmal ...
Das Völkerschlachtdenkmal ...
... wirkt mahnend ....
... wirkt mahnend ....
... und bedrohlich zugleich.
... und bedrohlich zugleich.
Blick auf das Zentrum von Leipzig.
Blick auf das Zentrum von Leipzig.

Totenwächter in der Krypta.
Totenwächter in der Krypta.
4 Figuren mit je 9,5 Metern Höhe.
4 Figuren mit je 9,5 Metern Höhe.
Insgesamt 324 Reiter an der Innenseite der Kuppel.
Insgesamt 324 Reiter an der Innenseite der Kuppel.

Nach einer Tasse Kaffee und einem Krapfen, der hier Pfannenkuchen heißt, fahre ich mit der Linie 15 zum Völkerschlachtdenkmal. Das Völkerschlachtdenkmal ist ein gewaltigs Monument und mit 91 Metern das höchste Denkmal Europas. Es erinnert an die große Völkerschlacht und wurde 100 Jahre nach Ende der Schlacht erbaut. Es wurde errichtet, um der Völkerschlacht bei Leipzig zu gedenken, bei der sich insgesamt 600.000 Soldaten gegenüberstanden. Salopp gesagt hat Napoleon Bonaparte dabei von einem Bündnis aus Russland, Preußen, Österreich und Schweden den Hintern versohlt bekommen und musste sich zuerst zurückziehen bis er später sogar gestürzt wurde.

 

Am Eingang wacht der Erzengel Michael. Dann kommt man in die Krypta mit den Totenwächtern. Von da aus kann man entweder den Aufzug nach oben nehmen oder die 364 Stufen nach oben gehen. Für mich war es natürlich Ehrensache, die Treppe hinauszugehen. Ich denke, die bilder sprechen für sich, können aber nur unzureichend vermitteln, wie gigantisch dieses Gebäude ist. Also schlage ich vor, einfach mal nach Leipzig zu fahren. Ist ja auch so eine schöne Stadt. Von der obersten Aussichtsplattform habe ich heute einen tollen Blick in alle Himmelsrichtungen. Am interessantesten ist dieser natürlich in Richtung Stadtzentrum. Von hier oben wird auch klar, dass Leipzig eine sehr grüne Stadt ist.

 

Vielleicht sollte man den einen oder anderen Autokraten mal hierher einladen oder ihm die Geschichte dieser grausamen Völkerschlacht nahebringen, damit er weiß, dass Krieg keine Option ist, um ein Problem zu lösen. Es starben auf beiden Seiten insgesamt 126.000 Menschen.

Bayerischer Bahnhof.
Bayerischer Bahnhof.
"Schalterhalle".
"Schalterhalle".
Schau-Sudhaus.
Schau-Sudhaus.
Gastraum.
Gastraum.

Nach dem Besuch des Völkerschlachtdenkmals gehe ich 2,5 Kilometer auf der Straße des 18. Oktober zurück in Richtung Stadtmitte. Das mache ich aus gutem Grund. Ich will zum Bayerischen Platz. Am Bayerischen Platz befindet sich der ehemalige Bayerischen Bahnhof. Der wohl älteste Kopfbahnhof der Welt wurde 2001 außer Betrieb genommen. Es gibt jetzt eine unterirdische S-Bahn-Station.

 

Das Gebäude-Ensemble wurde allerdings erhalten, schön renoviert und jetzt residiert hier Gasthaus & Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof. Unter Bierkennern ist das durchaus ein Begriff. Hier wird neben einer feinen Küche auch feines Bier gebraut. Es wird die berühmte Leipziger Gose gebraut, ein Bier, dem entgegen dem Reinheitsgesetz Koriander und Salz beigegeben wird und das mit Milchsäurebakterien vergoren wird. Dabei hat es angenehme 4,5% vol.. Ich treffe zufällig den Brauer Henry wie er mit Hopfensäcken über den Hof geht. Wir kommen ins Gespräch und er meint, dass heute Pils gebraut wird. Neben der Gose werden nämlich noch Pils, Schwarzbier, Weizen und für den Hahn No. 4 jeweils eine spezielle Craftbier-Edition gebraut.

 

Ich esse zu Mittag und es gibt in kleinen Gläsern eine Probe von Pils, Gose, Schwarzbier und aus dem Hahn No. 4 ein leichtes Lager. Zum Essen gibt es ein Schweinshax'nsülze mit Bratkartoffeln und Remouladensoße. Das ganze genieße ich im Wintergarten. Der Biergarten ist allerdings auch wunderschön.

 

Nach diesem schönen Aufenthalt mache ich mich auf den Weg zurück zum Hotel. Für heute Abend habe ich mir noch einen Spaziergang durch ein Szeneviertel Leipzigs vorgenommen.

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