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Tag 41 (11.07.2022): Erholungstag in Helsingør und Fahrradservice

Tageskilometer: 0,0 Km

Tageshöhenmeter: 0 Hm

Gesamtkilometer: 2.640,50 Km

Gesamthöhenmeter: 18.880 Hm

Gesamtkilometer Schiff: 52,85 Km

 

Die schönste Meldung des Tages kommt von Frau Dr. Westphal. Im Juli sind 1.430 Euro an Spenden eingegangen. Damit sind bis jetzt 3.645 Euro im Rahmen der Tour de Chirurgie für die Stiftung Chirurgie TU München eingegangen. Ich bedanke mich bei allen Spendern für dieses tolle Ergebnis sehr herzlich! Das ist eine starke Motivation für mich, schön brav weiter zu radeln.


Der erste Weg heute morgen nach dem Frühstück führt mich zur nahegelegenen Autowaschanlage. Heute ist es endlich soweit! Das Fahrrad bekommt seinen neuen Chip, der seit dem Grenzübertritt von Finnland nach Schweden keine Position mehr meldet. Nach mehreren Telefonaten und Online-Reparaturversuchen haben der Techniker des Premium-Fahrradherstellers und ich vereinbart, dass der Chip beim nächsten Vertragshändler gegen einen der neuesten Generation getauscht wird. Und dieser nächste Vertragshändler ist in Helsingør das Fahrradhaus Bike&Co. Nach über 2.600 Kilometern und einigen Reinigungen sieht das Fahrrad dennoch ziemlich dreckig aus. Also fahre ich zur nahegelegenen Autowaschanlage und reinige das Fahrrad mit dem Hochdruckreiniger - natürlich mit entsprechend großem Abstand, dass nix kaputt geht. Das Gemisch aus Öl und Staub rund um die Kette ist trotzdem nicht weg.

 

Der Händler sieht mir schon an, dass ich der bin, bei dessen Fahrrad der Chip getauscht werden muß. Einen Service habe ich auf eigene Rechnung auch noch beauftragt. Wird alles erledigt meint er. Das läuft doch wie am Schnürchen.

 

Er meint, dass ich das Fahrrad gegen 16:00 Uhr wieder abholen kann. Ich frage noch, ob er solange für mich ein Ersatzrad hat. Ja, hat er und was für eines. Das rosarote Vehikel hört auf den Namen Mosquito, aber damit macht man keinen Stich🙄. Das Ding fängt schon ab 15 Km/h zu schlingern an, aber es funktioniert alles. Ich taufe meine neue Begleiterin auf den Namen Jaqueline🥰. Irgendwie habe ich eine Assoziation zum Pferd von Abahachi aus dem Film "Der Schuh des Manitu".

 

In der Zwischenzeit wasche ich meine Wäsche und lese ein wenig, was in Helsingborg und Helsingør alles geboten ist. Wie mir Peter vom Nature Shelter schon sagte, ist Helsingør die wesentlich interessantere Stadt und so scheint es mir nach meiner Lektüre auch zu sein.

 

Ich bekomme 13:30 Uhr schon eine Nachricht vom Fahrradhändler, dass mein Fahrrad wieder zur Abholung fertig ist. Jaqueline und ich machen und in gemächlichem Tempo🥵 auf den Weg. Was anderes bleibt uns zwei bei der Leistungsfähigkeit🆘️ von Jaqueline eh nicht übrig. Ich habe Angst, dass wenn ich einmal richtig reintrete, die Nabe des 3-Gang-Getriebes in Schall und Rauch aufgeht. So gebe ich Jaqueline wohlbehalten wieder zurück und bekomme mein Fahrrad dafür - ein guter Tausch😁. Der Chip wurde eingebaut und das Fahrrad wurde auch noch vom ganz groben Öl und Staub gereinigt - vielen Dank dafür. Der Service kostet mich umgerechet keine 70 Euro. Da kann man nicht meckern. Kette, Schaltung, Bremsen sehen aus wie neu, alles wurde geölt und eingestellt. Das merke ich sofort auf den ersten Metern, dass die Jungs perfekte Arbeit geleistet haben.

 

Ich lasse den gestrigen Tag nochmal Revue passieren und schau mir mal genau an, wie weit ich denn von der Öresundbrücke weg bin, über die ich ja eh nicht hätte fahren dürfen. Das sind Luftlinie ziemlich genau 52 Kilometer in südliche Richtung. Im Gegensatz zur Högakustenbron werde ich die Öresundbrücke, die auch sehr beeindruckend sein muß, nicht sehen. Da fahre ich zu weit weg vorbei in Richtung Süden. Gestern bin ich ja an der engsten Stelle über den Öresund von Helsingborg nach Helsingør gefahren. Dabei war ich auf der Fähre Aurora, die 100%-ig elektrisch fährt, Das Laden dauert nach der 20-minütigen Überfahrt zwischen 5 bis 9 Minuten.

 

Nachdem ich ja jetzt wieder mobil bin, kann es morgen wieder auf zu neuen Abenteuern gehen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Michael (Montag, 11 Juli 2022 20:08)

    Nachdem ich deinen Blog jetzt eine Zeit lang nicht habe verfolgen können, habe ich doch eine ganze Weile gebraucht, deine Berichte "nachzuarbeiten". Auch wenn du das Wörtchen "...nix" immer wieder verwendest, Langeweile kann für dich als "the bike man who rides his bike from the North Cap to Tarifa in Spain" bei dieser Tour wirklich nicht aufkommen, auch für den Leser deines Blogs nicht. Neben der "beeindruckend schönen Natur" hast du doch viele interessante und hilfsbereite Menschen getroffen und dann auch noch diverse "Kuriositäten" erlebt wie deine Lieblings-Rottweiler Mephisto und Brutus, die dich zum Glück nicht verfrühstückt haben, und den LKW-Fahrer, der an den Vorderrädern seines LKWs - für wen auch immer - 10 Zentimeter lange Dornen montiert hat, und dann auch noch die Spritztour mit Rudis 65er Buick Riviera, die du sicherlich nie vergessen wirst.

    Heute konntest du erleben, was du an deinem Fahrrad hast, als du dich während des Chip-Austauschs auf der "rosaroten Jaqueline mit dem 3-Gang-Getriebe" ausruhen durftest �.

    In Dänemark wirst du ja nicht lange bleiben. Hoffentlich wirst du danach von deiner Heimat nicht enttäuscht sein.
    Weiterhin alles Gute!